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Der Vorgang der Kristallisation wird von speziellen chemischen Stoffen bewirkt, die mit Calcium- und Aluminiumionen reagieren, wodurch unlösliche kristalline Verbindungen entstehen. Sobald PENETRON auf eine mit Wasser gesättigte Betonoberfläche appliziert wird, reagieren die aktiven Bestandteile mit den unter- schiedlichen im Beton enthaltenen Ionen, in Folge dessen sich unlösliche kristalline Verbindungen formen, welche Risse, Poren und Hohlräume bis zu einer Weite von ca. 400 µ ausfüllen. Die Kristallisation setzt sich bis tief ins Innere der kapillaren Betonstruktur fort und vermag diese schließlich vollständig zu durchdringen.
Die Komplexität der hier stattfindenden Reaktion ist wie folgt zu verstehen: Während des Hydratationsprozesses des Zements werden im Regelfall bis zu 25% des Zements aufgrund der Bildung von Tobermoritgel nicht hydratisiert. Da der Abstand zwischen freier positiver und negativer Ladung zunimmt, nehmen die Kristalle nach außen hin eine positive Ladung an, wodurch die Wassermoleküle aufgrund des starken Dipolmoments des Wassers an Ihrer Außenhaut gebunden werden können, so dass das Volumen der Kristalle in erheblichem Maße zunimmt.
Das Ausmaß und die Dauer des kristallinen Wachstums hängen in erster Linie von der vorhandenen Feuchtigkeit sowie der Zusammensetzung des Betons ab. Darüber hinaus wird dieses von den physikalischen Eigenschaften des Betons, wie beispielsweise dem Zementgehalt, der Dichte und der Kapillarstruktur beeinflusst.
Obwohl sich diese kristallinen Verbindungen als Folge einer Reaktivierung des Zements bilden und Wasser-durchtritt im Kapillarsystem schließlich blockieren, sind sie dennoch dampfdurchlässig, so dass Wasser, das nicht in Form von Kristallen gebunden worden ist, während des Verlaufs des Kristallisationsprozesses verdampfen kann. Der Beton wird trocken.
Beton und -fertigteile werden so abgedichtet, dass der Baustoff einem Wasserdruck von bis zu 20 bar standhalten kann, was einer Wassersäule von ca. 200 Metern entspricht.
Die Kristallisation, die nur in Anwesenheit von Feuchtigkeit stattfindet, "wächst" tief in das Kapillarsystem des Betons. Dieser Prozess findet sowohl mit als auch gegen den Wasserdruck stand.
Ein weiterer Vorteil dieser aktiven Systeme besteht darin, dass es in der Natur dieser Wirkstoffe liegt, bei Feuchtigkeit immer und immer wieder zu reagieren und den Beton somit abzudichten, und dies lebenslang. Eventuell später entstehende Haarrisse werden beim Eindringen von Feuchtigkeit wieder selbstständig geschlossen.
Man spricht hier auch von einem so genannten Selbstheilungsprozess.
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